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14

April

Bambustee: grüne Blätter-Schnipsel mit außergewöhnlichen Fähigkeiten

Ich als Grüntee-Ignorantin bin eigentlich grundsätzlich etwas neidisch auf den gesundheitlichen Aspekt des Grünen Tees, der mir – als Schwarztee-Bevorzugerin – nicht zugute kommt, da ich keinen Grünen Tee mag und ihn deshalb auch nicht trinke. Natürlich kann ich auch Kräutertee trinken und damit “was Gesundes” – das tu ich auch gerne mal, es gibt ja da dolle Sorten bei uns, die mir auch richtig gut schmecken.

Aber jetzt gibt es Bambustee und jetzt wird alles anders.

Bambustee Orangengarten mit natürlichem Aroma

Das ist eine Art Kräutertee, aber eben auch keiner. Das ist eine Art Grüner Tee, aber eben – zum Glück für mich – definitiv keiner. Er hat kein Koffein, ist magenmild und überhaupt so dermaßen gesund, dass ich allen Grünteetrinkern damit endlich was entgegensetzen kann! Entwässernd, verdauungsfördernd, entgiftend, schlankmachend, enthält Minerale, Eisen, Kalium und massenhaft Vitamine! Und jetzt das beste: der schmeckt mir auch noch!

Wie bitte? Wie er denn nun schmeckt?
Nun ja, nicht wie Grüner Tee jedenfalls. Und auch nicht wie Kräutertee. Eher sanft, weich, bisschen süßlich, mild, nicht üblich, aber schon wie Tee.

Und weil er so unerhört gesund ist und mir gleichzeitig schmeckt, trinke ich inwischen jeden Tag ein “Tasserl” oder auch zwei, quasi als therapeutische Maßnahme für meinen Körper und mein Wohlbefinden. Vielleicht war ich in einem früheren Leben Pandabärin?

Aber vielleicht schmecken Ihnen die grünen Vitamin-Schnipsel alias Bambustee ja auch – einen Versuch kann ich wärmstens empfehlen!

» Bambustee Grünes Gold (neu im Onlineshop)
» Bambustee Orangengarten (neu im Onlineshop, siehe Foto)
» Bambustee Granatapfel-Johannisbeer
» Bambustee Winterwald (nur im Winter)

Zubereitung:
2 TL/Tasse, mit 100° Grad heißem Wasser übergießen und mind. 5 min. ziehen lassen.


18

Juli

Teeherstellung: von weiß bis schwarz

Immer wieder werden wir in unseren Läden gefragt, was denn eigentlich der Unterschied sei zwischen grünem und weißem Tee, und was eigentlich Oolong Tee heiße.

Hierzu haben wir mal eine kleine Übersicht gemacht:

Tabelle Teeherstellung

Weißer Tee aus China:

Die ungeöffneten Blattknospen werden verwendet, kurz gewelkt und nicht fermentiert. Für 1kg weißen Tee benötigt man ca. 30.000 Blattknospen. Diese dadurch naturgemäß seltene Spezialität ist recht blass im Aufguss und schmeckt, je nach Anbaugebiet süßlich, aromatisch, lieblich, mild. Auch weißer Tee beinhaltet Koffein. Der Gelbe Tee (nicht in der Übersicht) ist eine noch größere Rarität - hier werden die leicht gewelkten Blattknospen ganz kurz fermentiert. Der Herstellungsprozess ist komplette Handarbeit, damit sehr aufwendig und zeitintensiv.

Grüner Tee:

abhängig von der Sorte wird der grüne Tee länger oder kürzer gewelkt, jedoch ebenfalls wie der weiße Tee nicht fermentiert. Der Fermentationsprozess wird je nach Anbaugebiet (China, Japan, Darjeeling, Assam, Taiwan) durch Erhitzen, Dämpfen oder Rösten aufgehalten. Danach werden die Blätter in Form gerollt, getrocknet, und nach Blattgraden sortiert. Ebenfalls koffeinhaltig - es gibt jedoch auch entkoffeinierte Sorten.

Oolong Tee:

hauptsächlich aus Taiwan bzw. China - die Fermentation wird durch Schütteln oder Schlagen der Blätter, was zum Aufbruch der Blattkanten und damit zum Kontakt mit Sauerstoff führt, erreicht. Die Kunst und die Unterschiede des Oolongs liegen in der Dauer der Fermentation, die bei den Sorten unterschiedlich lang erfolgt (in Taiwan deutlich kürzer). Man nennt ihn auch “halbfermentierten Tee”, was jedoch genau genommen nicht stimmt – manche Sorten werden nur 20% der Zeit fermentiert, manche dagegen 50%. Allen gemein ist jedoch, dass die Fermentation nur äußerlich erfolgt, der Blattkern bleibt unfermentiert. Der Geschmack ist je nach Anbaugebiet sehr unterschiedlich, der Aufguss erzielt eine große Farbpalette von blassgrün, über leicht orange bis zu Erdtönen.

Schwarzer Tee:

wird voll fermentiert. Klassischer schwarzer Tee kommt hauptsächlich aus Darjeeling (Geschmack: mild und jung), Assam: (Geschmack: kräftig, malzig) oder Ceylon (Geschmack: mittelkräftig), viele kleinere Gebiete finden sich aber auch in anderen Teilen der Welt (Afrika, Südamerika). Auch aus China kommen manche Schwarztees, diese schmecken z.T. sehr speziell. So ist aus China der legendäre Rauchtee “Tarry Lapsang Souchong” bekannt – der Geruch erinnert manchen an geräucherten Südtiroler Bauernschinken - oder auch der weltbekannte “Pu Erh“ aus der Provinz Yunnan. Schwarzteemischungen (sogenannte “Blends”) sind ebenfalls sehr beliebt, so sagt uns allen der klassische “English Breakfast Tea” etwas oder auch die “Ostfriesen Blattmischung“. Eine interessante Alternative zur orthodoxen Teeherstellung (wie in der Abbildung beschrieben) ist die CTC-Methode, die hauptsächlich in Afrika angewendet wird: Crush, Tear, Curl (engl. für „zerbrechen, zerreißen, rollen“) ermöglicht eine bessere industrielle Herstellung. Dabei wird die geerntete Teepflanze nach dem Welken mit einer Walze zerstört und kann schneller fermentieren. Der Koffeingehalt ist höher, der Geschmack schön kräftig (“Hatimara“). Auch beim Schwarzen Tee gibt es entkoffeinierte Sorten.


29

März

Feinstes Grünzeug

Was ist eigentlich grüner Rooibusch? Ganz einfach: unfermentierter Rooibusch. Es ist das Pendant zum Grünen Tee, der fermentiert zum Schwarzen Tee wird. Der Rooibusch ist eigentlich ein ganz grüner – mit unserem heimischen Ginster verwandten – Strauch, der ca. 1 – 1,5m hoch wird und in Südafrika wächst. Es gibt ca. 200 Arten davon, aber nur eine – Aspalathus linearis – wird zur Teegewinnung eingesetzt. Wenn der Strauch 18 Monate alt ist, kann er das erste Mal geerntet werden. Das läuft dann lt. Wikipedia so:

“Die Zweige werden nach dem Schneiden gebündelt zur Sammelstelle gebracht. Danach werden die Zweige und Zweigteilchen geschnitten, gequetscht und mit Wasser befeuchtet. Die feuchte Masse durchläuft 8–24 Stunden eine durch das warme Klima begünstigte Fermentation. Bei diesem Prozess (…) werden Inhaltsstoffe zum Teil zersetzt, zum Teil verändert. Der Rotbuschtee erhält dadurch auch seine rotbraune Farbe und sein fruchtiges Aroma. Grüner Rotbuschtee unterscheidet sich dadurch, dass man durch schonendsten Umgang mit den geernteten Rotbuschzweigen eine Fermentation vermeidet. Nach der Trocknung erfolgt noch die Reinigung mittels Sieben und die Pasteurisation mit Wasserdampf. Der Grüne Rotbuschtee hat einen wesentlich feineren Geschmack und größere gesundheitsfördernde Eigenschaften, weil wichtige Inhaltsstoffe nicht durch die Fermentation verloren gehen.”

Sehr schöne Bilder der Ernte gibt es hier.

Das South African Rooibos Council hat eine Liste mit allen die Gesundheit betreffenden Eigenschaften des Rooibuschtees zusammengestellt (“The Science of Rooibos”): hilft bei Allergien, bei Magen-Darm-Beschwerden, wirkt blutdrucksenkend, äußerlich angewendet kann er Hautbeschwerden lindern und ist gut für die Leber. Grüner Rooibusch beinhaltet mehr Antioxidantien, mehr Mineralien und Vitamine als roter – fermentierter – Rooibusch.

Wenn Sie grünen Rooibusch mal probieren wollen, können wir Ihnen folgende Sorten anbieten:

Grüner Rooibusch


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